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Jerry kommt ...

August 2002
Mein Bruder Teddy ist tot. Jetzt geniese ich die Liebe und Aufmerksamkeit meiner Dosenöffner. Kein eifersüchtiger Teddy fängt mehr Krach an, wenn ich mit Schmusen an der Reihe bin.
Aber - oh - mit der Zeit vermisse ich Teddy doch sehr. Vor allem im Garten. Kein gegenseitiges Jagen mehr. Die Nachbarskater haben mich schon vermöbelt. Jetzt traue ich mich gar nicht mehr so richtig nach draußen. Aber bei den Nachbarn gibts was zu fressen. Ein Tag alleine ist doch sehr lange, war ich doch mein ganzes junges Leben mit Teddy zusammen. Teddy's kleine Freundin von gegenüber zickt auch und will lieber alleine bleiben. Die hat wohl nicht vergessen, daß ich tierisch eifersüchtig war.

11. September 2002
Die letzten Tage war die Langhaarige ständig am Telefonieren. Ich hab da so Worte aufgeschnappt wie rot, Kater, nicht älter als 2 Jahre, müssen sich vertragen, u.s.w. Und dann, eines Tages, steht doch wie aus heiterem Himmel ein Kater, na ja, mehr ein Katerchen, im Wohnzimmer. Da muß ich aber erst mal zeigen, wer hier die Herrin im Hause ist. Ich mache mich dick und knurre. Das scheint den Kerl ja überhaupt nicht zu beeindrucken. Der geht einfach auf mich zu und will Köpfchen geben. Na, mit mir nicht! Daraufhin spring er auf meinen Katzenbaum. Unverschämt ist das! Anschließend muß ich zugucken, wie er durchs ganze Haus spaziert. Ich gehe sicherheitshalber hinterher. Immer wieder will sich der Kleine bei mir anschmusen.

Nach einer Autofahrt hat mich mein Frauchen vor einem fremden Haus aus dem Transportkorb gelassen. Während sie sich noch mit einem Bärtigen unterhält, der aus dem Haus kam, gehe ich da gleich mal hinein. Wie ich drinnen durch ein Katzenloch gehe, stehe ich dort auf einmal einer dunkelgrauen, knurrenden Monsterkatze gegenüber. Manieren hat sie auch nicht! Ich will sie begrüßen und was macht die - die dreht sich einfach weg! Also erst mal das Revier erkunden. Oh, das ist wirklich nicht schlecht, größer als meine bisherige Wohnung und überall Katzenklappen, auch eine nach draußen. Die ist aber zu. Dann fährt doch mein Frauchen ohne mich weg und läßt mich bei dieser Monsterkatze.

Am nächsten Tag bin ich mit dem Bärtigen beim TA. Ich bekomme einige Spritzen, es heißt, damit ich nach draußen kann. So langsam gewöhne ich mich ein und die Langhaarige scheint auch so langsam zu kapieren, was ich zum Fressen haben will. Mit der Monsterkatze, sie heißt Hexi und ist vielleicht was von verfressen, verstehe ich mich inzwischen ganz gut.

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Also, sooo übel ist der Kleine - er heißt übrigens Jerry - eigentlich nicht, und seit er da ist, gibt's mehr zu fressen. Die ersten Nächte haben die Dosies den Kleinen in der Küche eingesperrt, damit sie für mich die Katzenklappe nach draußen aufmachen können. Aber am vierten Abend haben Jerry und ich uns so lieb durch die Glasscheibe angeguckt, daß die Langhaarige die Katzenklappe zumacht und Jerry jetzt auch nachts im ganzen Haus herumlaufen darf.

Die ersten Tage ist der Bärtige zuhause und läßt Hexi ab und zu nach draußen. Ach, wie gerne würde ich da mit raus! Aber ich darf noch nicht, so was Gemeines! In den nächsten Tagen kommt tagsüber ein Junge, und manchmal auch noch ein Mädchen, die uns was zu Fressen geben und toll mit mir spielen. Hexi ist meistens zu faul zum Spielen und oft will sie auch nicht nach draußen.
Dann kommt der Tag, an dem die Tür nicht mehr vor meiner Nase zugemacht wird. Ich darf endlich raus. Oh, ist das toll! Ich gucke mir erst mal die nähere Umgebung an und laufe durch den Garten und ums Haus. Mittags bin ich gerade auf dem Rasen, da sehe ich doch ein Eichhörnchen auf die große Fichte springen. Also, ich hinterher und rauf auf den Baum. Das Eichhörnchen klettert ganz nach oben - ich ihm nach ...

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