Notizen von Margit
| 27.07.2002 - | Hexi ist sehr anhänglich und liebesbedürftig und geniest unsere volle Aufmerksamkeit. Sie scheint im Gegensatz zu uns nicht zu trauern. |
| 28.07.2002 - | Wir begraben Teddy im Garten. Der kleine Garten neben dem Gartenhäuschen heißt ab jetzt Teddy's Garten. Wir haben die Geglegenheit genutzt und den kleinen Garten schöner angelegt und neu eingefaßt. |
| 29.07.2002 - | Hexi hat draußen zwei Begegnungen mit anderen Katzen und traut sich nicht mehr so richtig nach draußen. Wir versuchen sie rauszulocken, aber sie kommt immer ziemlich schnell wieder ins Haus. Außerdem denkt sie wohl immer nur ans Fressen. |
| 12.08.2002 - | Ich habe diese Woche Urlaub und will viel im Garten arbeiten, damit Hexi sich draußen sicherer fühlt. Wir beschließen, Hexi soviel Fressen zu geben wie sie will und hoffen, daß sie von sich aus erkennt wieviel Fressen gut für sie ist. |
| 20.08.2002 - | Leider kennt Hexi keine Fressgrenze. Sie frißt bis nichts mehr geht und dann spuckt sie. Außerden wird sie immer ruhiger und pennt fast nur noch. |
| 04.09.2002 | Hexi liegt mit traurigen Augen auf Ihrem Lieblingsplatz neben dem brennenden Kamin. Wir beschließen nach einem Kater zu suchen. In der Nacht weckt mich Hexi 3 mal durch jammernde, klagende, bittende und fordernde Töne. |
| 05.09.2002 | Das Nachbarmädchen mit der einjährigen Katze (Freundin meines verstorbenen Katers Teddy) erzählt mir, daß Hexi bei ihnen vor der Tür gelegen sei und wohl mit ihrer Katze Enja spielen wollte. Die hat aber gezickt. Gegen 21:30 Uhr kommt Hexi mit einer lebenden Minimaus durch die Katzenklappe ins Wohnzimmer. Sie wußte scheinbar, daß wir sie durch die Terrassentür nicht mit der Maus reingelassen hätten. Oh, wie sind wir stolz! Wir loben sie und lassen sie mit der Maus spielen. Sie verschwindet dann samt Maus unterm Ledersofa. Am nächsten Morgen finde ich nur noch den Schwanz und entsorge ihn. Wir haben schon gedacht, alle morgendlichen Präsente in Form von Mäusen und Vögeln seien von Teddy gewesen. |
| 06.09.2002 | Uns fällt auf, daß der braune Fleck in Hexi's rechtem Auge größer geworden ist. Ich rufe den TA an und bekomme die Telefonnummer einer Augentierklinik, mit der ich für den 13. einen Termin vereinbare. |
| 07.09.2002 | Wir besuchen zwei Tierheime, die rote Kater abzugeben haben. Der erste ist ein spanischer Kater von einem halben Jahr, der in einem Katzenhaus auf neue Besitzer wartet. Er ist zu klein. Der neue Kater soll schon optisch ein bißchen zu Hexi passen. Dieses Katzenheim macht im Gegensatz zum zweiten Tierheim, wo die Katzen einzeln oder zu zweit hinter kleinen Schaufestern gehalten werden, einen guten Eindruck. Der zweite Kater ist ein Fauchi. Er ist voll ängstlich. Wir sind uns einig, daß es für 2 berufstätige Dosies mit einer trauernden Katze ein unkompliziertes Katerchen sein soll. |
| 09.09.2002 | Beim Durchsuchen der Kleinanzeigen nach einem roten Kater stoße ich auf eine Anzeige mit Bild von Jerry. Er ist zwar nicht rot, aber er gefällt mir. Ich überrede Harald, daß wir ihn uns mal anschauen. |
| 10.09.2002 | Ich telefoniere mit Frau W. Sie will uns morgen mit Jerry besuchen. |
| 11.09.2002 | Als ich von der Arbeit nach Hause komme ist Jerry schon im Wohnzimmer. Hexi knurrt, Jerry will Köpfchen geben, aber Hexi weicht aus. Es gibt ein bißchen Geknurre und Gefauche. Jerry schaut sich innerhalb von 50 Minuten das ganze Haus an. Wir beschließen Jerry auf Probe zu behalten und gleich am nächsten Tag beim Tierarzt die fehlenden Impfungen geben zu lassen. Der Zeitpunkt ist günstig, da Harald noch 2 Wochen Urlaub hat. Jerry wiegt 3,8 kg. Über Nacht wird Jerry samt Katzenklo in der Küche eingesperrt, damit wir die Katzenklappe nach draußen für Hexi aufmachen können. |
| 12.09.2002 | Harald fährt mit Jerry zum TA. Er wird getestet und anschließend gleich geimpft. Die Nacht verbringt Jerry wieder in der Küche. |
| 13.09.2002 | Ich fahre mit Hexi in die Augentierklinik. Während der ganzen Fahrt schreit Hexi und hechelt zwischendurch. Ich bin froh, als ich endlich bei der Tierklinik ankomme. Bei der Untersuchung ist sie verhältnismäßig friedlich. Die Diagnose lautet Pigmentflecke, die man 'im Auge' behalten muß. Alle 6 Monate Kontrolle in der Klinik. Wenn sich schnell Veränderungen zeigen muß ich früher hin. Abends kommt Frau W. mit Sohn vorbei, der sich das neue Heim von Jerry ansehen will. Jerry jammert etwas, als die Beiden gehen. |
| 14.09.2002 | Als ich Jerry wieder über Nacht in der Küche einsperren will, steht er mit Hexi Nase an Nase, die Glasscheibe dazwischen. Ich schließe die Katzenklappe nach draußen und lasse Jerry aus der Küche. |
| 16.09.2002 | Wir haben beschlossen, Jerry zu behalten und schließen mit Frau W. einen Schutzvertrag. |
| 17.09.2002 | Hexi und Jerry liegen aneinander gekuschelt im Büro auf dem Sofa. |
| 18.09.2002 | Nachmittags bringt Hexi ein Geschenk für Jerry vom Garten mit. Einen Vogel, mit dem Jerry stundenlang im Saunakeller spielt, bis der Volgel sich hinter der Sauna versteckt. Am nächsten Morgen liegt der Vogel entsorgungsfähig im Saunaraum. |
| 20.09.2002 | Jerry hat Angst vorm Kaminfeuer. Wenn der Heizlüfter im Bad läuft, geht er auch nicht rein. Leider mag Jerry das Kittenfutter von Hill's nicht. |
| 23.09.2002 - | Jerry protestiert jetzt immer heftiger, wenn die Tür vor seiner Nase zugeht. Mittags kommt der Nachbarsjunge um zu füttern, mit Jerry zu spielen und Hexi rauszulassen. Jerry wiegt 4,0 kg. |
| 03.10.2002 | Heute darf Jerry zum ersten Mal raus. Es ist ein sonniger Donnerstag und Jerry freut sich riesig. Hexi weniger. Sie tut so, als sei Jerry ein Fremder. Sie macht einen Buckel, sträubt die Haare und gibt ein fast klägliches Knurren von sich. Nach 2 Stunden hat sie akzeptiert, daß Jerry jetzt auch in ihrem Garten ist. Gegen 14 Uhr fragt mich Harald, ob ich gute Nerven hätte. Jerry ist auf der Fichte etwa 8 Meter hoch geklettert und steigt immer noch weiter nach oben. Ich mache mir schon Gedanken, ob er auch wieder runter kommt. Als zwei Elstern bedrohlich um den Baumwipfel kreisen, bekomme ich Panik. Ich stelle mich neben dem Baum, mehr kann ich nicht tun. Endlich sind die Elstern weg und ich gehe auf den Balkon und schaue von dort aus auf den Baum. Auf einmal sehe ich etwas einen Meter tief fallen. Oh Gott! Aber Jerry hat doch nicht so große Fellflecke in Wildfarbe! Es ist ein Eichhörnchen. Jetzt ist uns auch klar, was Jerry auf den Baum treibt. Er will unbedingt das Eichhörnchen fangen und schreit, weil er es nicht kriegt. Nach einer Weile will Jerry dann doch vom Baum, aber das ist gar nicht so leicht. Ich dirigiere Jerry zu einem Ast, der sich oberhalb der Hecke befindet und versuchte ihm klarzumachen, daß er auf die Hecke springen soll. Keine Chance. Dann stelle ich mich gebückt hin, damit er auf mich draufspringen kann. Auch das will Jerry nicht. Schließlich springt er doch auf den Rasen. Oh, war der Kerl klebrig voller Harz an Bauch und Beinen. Beim Gehen schüttelt er jedesmal seine Pfoten und versucht das Klebrige loszuwerden. Jerry war an diesem Tag fast nur draußen. |
| 05.10.2002 | 3. Draußentag: Ich bin gerade dabei den Rasen zu pflegen, als Jerry mit seiner ersten Maus (Spitzmaus) ankommt. Jerry spielt lange mit der Maus. Er wirft die Maus wieder und wieder in hohem Bogen in die Luft und muß anschließend manchmal ganz schön lange suchen, bis er sie wieder findet. |
| 07.10.2002 | Es ist ein Arbeitstag und Jerry will morgens nichts fressen, sondern nur nach draußen. Ich bitte den Nachbarsjungen ihn mittags zu füttern. Abends sehe ich Jerry von gegenüber kommen. Ich ich denke, er war bei Enja. Abends fängt er seine zweite Spitzmaus. |
| 10.10.2002 | Jerry frißt morgens nur wenig und verschwindet nach draußen. Ich stelle Hexi Trockenfutter und für Jerry Feuchtfutter mit Joghurt hin. Hexi frißt es ihm dann nicht weg. Zumindest nicht alles. Um 16:30 Uhr komme ich nach Hause, weil Jerry zum Tierarzt muß. Hexi kommt mir im Vorgarten entgegen. Das Futter ist nicht angerührt. Ich frage Nachbarn, ob sie meinen Kater gesehen haben und suche die nächere Umgebung nach ihm ab. Nichts. Um 18:30 Uhr gebe ich Hexi ihr Abendessen und ziehe mich nochmal an, um nach Jerry zu suchen. Als ich die Tür aufmache, kommt Jerry määääähend über den Wendehammer. Oh, bin ich froh. Ich gebe ihm was zu Fressen. Es klingelt an der Haustür. Die Nachbarin berichtet, daß Jerry bei Familie J. eingesperrt war. Sie hat dort morgens die Rolländen hochgezogen und die Blumen gegossen, da die Familie J. in Urlaub ist. Bei der Gelegenheit muß Jerry ins Haus geschlichen sein. Er hat auf den Teppich ein Häufchen gelegt und einen Blumentopf runtergeschmissen. Aber Frau J. will keine Entschädigung. Zum Glück hat er nicht noch mehr angestellt. |
| 11.10.2002 | Jerry und Hexi spielen miteinander. Abends fahre ich mit Jerry zum Impfen. |
| 12.10.2002 | Wir fahren zu den Braunbären, um einen Kratzbaum zu besichtigen, und anschließend in unsere Heimatstadt, wo wir auch übernachten. Hexi und Jerry werden von Nachbarskindern gefüttert. |
| 13.10.2002 | Wir kommen gegen 14:00 Uhr nach Hause. Erst sind die Beiden etwas ängstlich und dann ganz verschmust und immer in unserer Nähe. Draußen ist es kalt und regenerisch. Jerry wiegt zwischen 4,0 und 4,1 kg. |
| 25.10.2002 | Der neue Kratzbaum ist da. Hexi traut der Hängematte nicht. Jerry erklimmt den Kratzbaum im Eichhörnchenstil. |
| 26.10.2002 | Wir bauen den Kratzbaum nochmal um. Die Hängematte kommt ganz nach oben. Jerry hat keine Probleme mit dem neuen Kratzbaum. Hexi traut sich nicht so recht auf die Hängmatte. Eine gute Möglichkeit etwas Trockenfutter für Jerry ganz oben zu deponieren. |
| 01.11.2002 - | Die Fressgier hat die Angst besiegt. Hexi klettert jetzt auch auf die Hängematte. Allerdings sieht es nicht sehr elegant aus, wenn sie ihre 6 kg Lebendgewicht hochwuchtet. |
| 08.11.2002 | Jerry spielt mit seinem erbeuteten Vogel im Wohnzimmer. Danach ist gründlich saugen angesagt. |
| 09.11.2002 | Mittags haben wir mal wieder eine Vogelleiche im Wohnzimmer. Abends bekommen wir Besuch. Der 9 jährige Junge spielt mit Hexi und Jerry. |
| 16.11.2002 | Bei der Gartenarbeit bemerke ich, daß Jerry wie gebannt durch die Hecke schaut. Ich schaue nach und sehe den roter Kater Leo auf der anderen Seite. Jerry faucht. |
| 22.11.2002 | Jerry spielt mit seinem erbeuteten Vogel im Wohnzimmer. Diesmal frißt er den Vogel. Saugen muß ich trotzdem. |
| 05.12.2002 | Jerry wiegt inzwischen 4,2 kg. |
| 06.12.2002 | Wir schauen einen Tierfilm über Wildkatzen. Jerry schläft. Er wird durch die Geräusche wach. Geht Richtung Fernseher. Schaut aus der Nähe fern. Die Wildkatze im Fehrseher bekommt Junge. Jerry springt auf den Schrank und sitzt direkt vorm Fernseher. Er schaut zu, wie die Jungen im Fernseher miteinander spielen. Auf einmal streichelt seine Pfote mehrmals den Fernseher, er würde gerne mitspielen ... |
| 17.12.2002 | Jerry bringt eine Spitzmaus ins Wohnzimmer. Die Maus beißt ihm in die Pfote und verschwindet wenig später im Kaminholz. Danach halten die beiden Wache. |
| 18.12.2002 | Als ich nach der Arbeit ins Wohnzimmer schaue, klettert die Maus auf unserem Kaminholz herum und die beiden sitzen davor und schauen zu. Später spaziert die Maus durchs Wohnzimmer, trinkt Wasser aus dem Katzennapf und frißt Katzenfutterreste. Und Hexi & Jerry schauen zu! |
| 20.12.2002 | Die Maus ist nicht mehr aufgetaucht. Ich putze das Wohnzimmer, aber wir finden die Maus nicht. |
| 24.12.2002 | Obwohl wir Hexi immer weniger Trockenfutter geben, wiegt sie von Tag zu Tag mehr. Sie bringt jetzt 6,4 kg auf die Waage. |
| 27.12.2002 | Ich kaufe im Freßnapf Hill's Light für die Nachbarn. |
| 29.12.2002 | Wir sprechen mit dem Nachbarn und vereinbaren eine Höchstmenge Trockenfutter (1/4 Tagesbedarf) |
| 31.12.2002 | Morgens schließt Harald die Katzenklappe. Die beiden pennen bis zum Nachmittag. Um 17 Uhr will Jerry raus und er kann es einfach nicht fassen, daß die Klappe geschlossen ist. Immer wieder geht er in den Keller und probiert, ob sie nicht doch aufgeht. Er motzt 3 Stunden lang, an jeder Tür steht er und schreit. Um Mitternacht sind die beiden dann doch ganz froh drin zu sein und verziehen sich flugs in den Keller... |
| 26.01.2003 | In den letzten Tagen hat Hexi wieder kräftig zugelegt. Ich habe ein unerfreuliches Gespräch mit den Nachbarn, die sich angeblich an die zugestandenen Futtermengen halten. Ich bin wütend und verpasse Hexi Tageshausarrest. |
| 31.01.2003 - 02.02.2003 | Jerry bekommt 3 Tage hintereinander seine Wurmpaste. |
| 11.02.2003 | Hexi darf nur nachts nach draußen. Jerry nehmen wir morgens, wenn wir aus dem Haus gehen, mit nach draußen. Wenn er tagsüber rein geht, muß Jerry zwangsläufig bis zum Abend im Haus bleiben. Man merkt, daß die beiden sich miteinander beschäftigen müssen. Sie fangen an sich zu jagen und kämpfen öfters miteinander. Hexi nimmt zusehends ab und bewegt sich wieder viel mehr. Am 12. Februar hat sie wieder ihre 5,9 bis 6 kg. Jerry hingegen wechselt zwischen 4,1 und 4,2 kg. Manchmal hat man den Eindruck, er hat Angst, daß er zu dick wird. Ein 7 kg Kater wie sein Vater (Ocicat) wird er wohl nicht werden. |
| 12.02.2003 | Wir heben den Hausarrest auf. |
| 15.02.2003 | Ich bekomme vom Nachbarn mein Hill's Futter und sein Supermarktfutter in die Hand gedrückt mit der Aussage, sie würden jetzt gar nicht mehr füttern. Hexi würde bis zu 6 mal am Tag kommen und ich soll ihr doch genügend Futter für den Tag hinstellen. Ich schlucke und lasse mich auf keine Diskussion ein. |
| 21.02.2003 | Ich fahre mit Hexi zum Augenarzt. Unterwegs jammert sie die ganze Zeit. Aber diesmal hechelt sie wenigstens nicht. Die Diagnose: Pigmentflecke, alte und neu hinzugekommene. Beim nächsten Termin im Frühsommer soll die Chefärztin mit anwesend sein. |